Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus 
 

Die Psychiatrische Institutsambulanz ist weiter für Sie da - wenn auch nicht unbedingt von Angesicht zu Angesicht.

Wir bieten unseren Patienten telefonische Kontakte durch das multiprofessionelle Team und in Ausnahmefällen persönliche Kontakte in unseren Räumlichkeiten oder im Hausbesuch an. Wir unterstützen und beraten unsere Patienten und bei Bedarf ihre Angehörige oder andere Kümmerer in dieser Ausnahmesituation, informieren und beraten bei Ängsten, Frustration und Verzweiflung, bei finanziellen und existenziellen Sorgen und hinsichtlich Alltagsstrukturierung.

Viele Leistungen können so weiterhin angeboten werden: Stützende psychotherapeutische Gespräche, Kontakt mit Sozialdienst, ärztliche Sprechstunde.

Wir unterstützen sie darin, Tagestruktur einzuhalten und geeignete Strategien im Umgang mit Stress und Anspannung zu finden, mental und körperlich aktiv zu bleiben, sich auf ihre Stärken zu besinnen und Grübeln zu unterbrechen.

Die medikamentöse Behandlung ist gesichert. Monitoring und Optimierungen abhängig von Wirksamkeit und Nebenwirkungen finden angepasst an Zielsymptomen und Verlauf in Telefonaten mit unseren Ärzten statt, Rezepte werden zugeschickt, in Einzelfällen in Dosetten gerichtet und nach Hause geliefert.

Depotgaben und unverzichtbare Blutentnahmen finden weiterhin statt. Maßnahmen, bei denen die Wahrung des Sicherheitsabstandes nicht möglich sind, in Schutzkleidung.

Auch Heimvisiten finden telefonisch statt.

In der PIA sind Neuanmeldungen von Patienten, die psychiatrische Unterstützung benötigen, auch weil ihnen mglw. bestimmte Strukturen nicht mehr zur Verfügung stehen, über den Hausarzt oder auch selbstständig weiterhin möglich.



Der Gesetzgeber hat mit § 118 SGB V die Möglichkeit der Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und Problemen durch Psychiatrische Institutsambulanzen geschaffen.

Unsere PIA bietet diesen Menschen medizinische Hilfe. Ihre Aufgabe besteht in der diagnostischen, medizinisch-therapeutischen Behandlung und Beratung, die überwiegend durch Hausbesuche erfolgt.

Der Patientenkreis

Hierzu gehören Menschen, die aufgrund

  • besonders schwerer und chronifizierter Psychosen (z.B. aus dem schizophrenen Formenkreis), Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen
  • psychischer Alterserkrankungen (Demenzen, Alzheimer-Erkrankung)
  • schwerer Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
    nicht oder noch nicht in der Lage sind, aus eigenem Antrieb den Weg in die Praxis einer niedergelassenen Fachärztin/eines niedergelassenen Facharztes zu finden.
    Um von der PIA behandelt zu werden, ist eine Überweisung durch eine Kassenärztin/einen Kassenarzt notwendig.
    Eine vernetzte Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen und Angeboten der GPS sowie mit weiteren Personen und Einrichtungen ist jederzeit – je nach Bedarf und Wunsch – möglich.
    Dadurch ist die PIA als medizinisch-psychiatrisches Segment in der Lage, ambulante Komplexleistungen einzuleiten, zu vernetzen und sich an der Durchführung entsprechender Maßnahmen zu beteiligen.
    Unter fachärztlicher Leitung werden gemeinsam mit Pflegekräften, Psychologinnen/Psychologen und Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern Leistungen nach individuellen Behandlungsplänen erbracht. 

KONTAKT

Dr. med. Kay-Maria Müller (Ärztliche Leitung)

Drechslerweg 13 | 55128 Mainz
Tel.: 06131 78 96 38 | Fax: 06131 78 96 33
E-Mail: sekretariat-pia@gps-rps.de